Zentralkueche:Definition und Organisation

Der vollstaendige Leitfaden 2026: gesetzliche Definition einer Zentralkueche, drei Organisationsmodelle, ROI-Berechnung, verstaerkte HACCP-Anforderungen, Allotment fuer Satelliten und ERP-Integration.

Steuern Sie Ihre Zentralkueche mit Melba: industrielle Rezepturen, Produktionsplanung, satellitenbezogenes Allotment, abwaerts gerichtete Rueckverfolgbarkeit und automatisierte LMIV-konforme Etikettierung.

Pillar-Leitfaden

Zentralkueche: Definition, Organisation und Rentabilitaet (vollstaendiger Leitfaden 2026)

Eine Zentralkueche, auch zentrale Produktionseinheit oder Verpflegungszentralkueche genannt, ist ein gastronomischer Produktionsbetrieb, in dem Mahlzeiten zubereitet werden, die nicht vor Ort verzehrt, sondern an Ausgabestellen, sogenannte Satelliten, geliefert werden. Die franzoesische Rechtsdefinition stammt aus Artikel R. 233-4 des Code Rural und der Verordnung vom 21. Dezember 2009; das gleiche Betriebskonzept ist in der gesamten Europaeischen Union ueber das Hygiene-Paket anerkannt. Die Qualifikation gilt, sobald ein Produktionsbetrieb mindestens zwei verschiedene Standorte beliefert. Die Zentralkueche buendelt Einkauf, Produktion, Verpackung und Versand; der Satellit uebernimmt Wareneingang, Regenerierung und Service.

Das Format hat sich durchgesetzt, weil es drei Vorteile gleichzeitig liefert: Skaleneffekte im Einkauf, standardisierte Qualitaet und ein geringerer Personalkostenanteil in den Ausgabestandorten. Es ist verbreitet in der Gemeinschaftsverpflegung (Sodexo, Elior, Compass), in Restaurantketten (Buffalo Grill, Pitaya, Class'Croute) und in der Hotellerie mit zentraler Patisserie oder Baeckerei. Im Gegenzug verlangt eine Zentralkueche einen strengeren regulatorischen Rahmen - Zulassung, Rueckstellproben, vorwaertsgerichteter Warenfluss - und eine anspruchsvolle Kuehllogistik.

Was dieser Leitfaden abdeckt

  • Die regulatorische Definition einer Zentralkueche nach franzoesischem Recht und EU-Hygiene-Paket
  • Die genaue Grenze zwischen Zentralkueche und Satellit, wer im Fluss was tut
  • Die drei Organisationsmodelle: reine Zentralkueche, Hybrid und regionale Multi-CK
  • Typisches Organigramm, Personalrelationen je Volumenstufe und anwendbarer Tarifvertrag
  • ROI-Berechnung Zentralkueche gegenueber dezentraler Produktion mit konkreten Zahlen
  • Beispiele franzoesischer und internationaler Ketten mit Zentralkueche
  • Kernequipment: Kippkessel, Schockfroster, Verpackungsmaschinen und Kuehlraeume
  • HACCP-Spezifika, Satelliten-Allotment und ERP-Software-Integration

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Rechtsrahmen

Gesetzliche und regulatorische Definition einer Zentralkueche

Nach Artikel R. 233-4 des franzoesischen Code Rural und der Verordnung vom 21. Dezember 2009 ist eine Zentralkueche ein Betrieb, dessen Produktion ganz oder teilweise dazu bestimmt ist, an einen anderen Betrieb oder eine Personengemeinschaft geliefert zu werden. Die Verordnung legt keine Mengenschwelle fest: Das Kriterium ist organisatorisch, nicht quantitativ. Sobald ein Betrieb mindestens zwei verschiedene Standorte beliefert, gilt die Qualifikation. Die unmittelbare Folge ist, dass die Kueche bei Lieferung an Dritte eine Zulassung (EU-Zulassungsnummer) der zustaendigen Veterinaer- und Lebensmittelbehoerde benoetigt.

Der europaeische Rahmen wird durch das Hygiene-Paket bestimmt: Verordnungen EG 178/2002 (allgemeine Grundsaetze), EG 852/2004 (Lebensmittelhygiene) und EG 853/2004 (besondere Vorschriften fuer Erzeugnisse tierischen Ursprungs). Diese Texte verlangen ein Lebensmittelsicherheitskonzept auf Basis der sieben HACCP-Grundsaetze, Verfahren der vorwaerts- und rueckwaertsgerichteten Rueckverfolgbarkeit sowie eine allgemeine Pflicht zum Nachweis der Beherrschung biologischer, chemischer und physikalischer Gefahren.

Gewerbliche, gemeinschaftliche und konzessionierte Verpflegung - Eine Zentralkueche kann jedes der drei Hauptsegmente bedienen. Die gewerbliche Gastronomie (Ketten, Brasserien, Fast-Casual) verlangt LMIV-Konformitaet (EU 1169/2011) bei der Allergenkennzeichnung; die Gemeinschaftsverpflegung (Schulen, Pflegeheime, Krankenhaeuser, Betriebskantinen) ergaenzt den Rahmen oeffentlicher Auftraege und Vorgaben zur Naehrwertqualitaet; die konzessionierte Verpflegung (Sodexo, Elior, Compass) verlangt die Einhaltung des Lastenhefts des Auftraggebers. Die Rechtsstellung aendert sich kaum - Hygiene- und Rueckverfolgbarkeitspflichten sind identisch.

Zentralkueche vs. Satellit: Wer tut was im Fluss

Die Zentralkueche uebernimmt den Fluss stromaufwaerts: Wareneingang der Rohstoffe, Lagerung in Kuehlraeumen, Produktion in grossen Chargen (Kippkessel, Bratpfannen, Mehrzweckoefen), Schockkuehlung im Schnellabkuehler (Abkuehlung von 63 auf 10 Grad in unter zwei Stunden bei Cook-and-Chill), Verpackung in Einzelschalen oder Mehrportionsbehaeltern, Allotment je Satellit, Versand in Kuehlfahrzeugen. Sie buendelt Fachkompetenzen, Einkaufsmacht und regulatorische Verantwortung.

Die Satellitenkueche uebernimmt stromabwaerts: Annahme der Lieferung, verpflichtende Temperaturkontrolle bei Eingang, Pufferlagerung im Pluskuehlraum, Regenerierung bei Cook-and-Chill (Kerntemperatur ueber 63 Grad in unter einer Stunde), Service an den Endverbraucher, Abfallmanagement und Reinigung. Der Satellit produziert nicht - ausser im Hybridmodell. Die Belegschaft ist kleiner, weniger technisch und auf Service ausgerichtet.

Cook-and-Chill vs. Cook-and-Hold - Cook-and-Hold verlangt Halten bei ueber 63 Grad bis zur Ausgabe und Verzehr innerhalb von zwei Stunden - aufgrund logistischer Anforderungen selten. Cook-and-Chill dominiert in Frankreich (ueber 80 Prozent der Zentralkuechen) und ist auch in Deutschland und Oesterreich Standard: Schnellabkuehlung auf 10 Grad in unter zwei Stunden, Lagerung bei 0 bis 3 Grad fuer 3 bis 5 Tage, Regenerierung im Satelliten. Es entkoppelt Produktion und Service, ermoeglicht logistisches Pooling und reduziert das hygienische Risiko bei eingehaltener Kuehlkette.

Drei Modelle

Die drei Organisationsmodelle der Zentralkueche

Die Modellwahl haengt von der Anzahl der Satelliten, der geografischen Streuung, dem angestrebten Kundenerlebnis und dem verfuegbaren Investitionsbudget ab. Keines ist per se besser - jedes optimiert eine andere Abwaegung zwischen Skala, Frische und Resilienz.

Beobachtete Anwendungsfaelle: reine Zentralkueche dominiert in Schul- und Klinikverpflegung; das Hybridmodell dominiert bei Premium-Restaurantketten; regionale Multi-CK dominiert bei den groessten Akteuren der konzessionierten Verpflegung.

Hauptvorteile
Modell 1 - Reine Zentralkueche: eine CK produziert fuer N Satelliten, die ausschliesslich Ausgabestellen sind (Gemeinschaftsverpflegung, Schulen, Krankenhaeuser, Fast-Casual-Ketten). Vorteile: maximale Skaleneffekte, einheitliche Qualitaetskontrolle, einfacher Betrieb am Satelliten. Nachteile: einzelner Ausfallpunkt (CK-Ausfall = totaler Stillstand), hohe Logistikkosten, sinkende wahrgenommene Frische bei Lieferradius ueber 200 km.
Modell 2 - Hybrid: die CK produziert Basen und Komponenten (Saucen, Fonds, vorgegarte Fleischkomponenten, frische Pasta), die Satelliten finalisieren mit a la minute-Garung und Anrichten. Balance zwischen wahrgenommener Frische und Produktionsskala. Anwendungsfaelle: Premium-Restaurantketten, Hotelgruppen mit zentraler Patisserie oder Baeckerei. Erlaubt das Pradikat 'fait maison' nach franzoesischem Dekret 2014-797, sofern die Satelliten die Finalisierung tatsaechlich erbringen.
Modell 3 - Regionale Multi-CK: 2 bis 5 ueber das Gebiet verteilte Zentralkuechen, jede mit ihrem Einzugsbereich (Radius 150 bis 300 km). Anwendungsfaelle: grosse Gemeinschaftsverpflegungs-Konzerne (Sodexo, Elior, Compass), national taetige Ketten. Vorteile: Resilienz (Ausfall einer CK durch Nachbarin kompensierbar), niedrigere Logistikkosten, Naehe zu lokalen Lieferanten. Nachteile: doppelte Fixkosten, Komplexitaet bei Steuerung und Standortstandardisierung.
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Personal

Typisches Organigramm, Personalrelationen je Volumen und Lohnsumme

Das Organigramm einer Zentralkueche gliedert sich in drei Funktionen: Leitung und Qualitaet (Betriebsleiter, HACCP-Beauftragter, Einkaufsleitung), Produktion (Produktionschef, Souschefs, Beikoeche, Verpackungsmitarbeiter) und Logistik (Lagerist, Allotment-Mitarbeiter, Fahrer). Die Lohnsumme liegt typischerweise bei 14 bis 18 Prozent des Kuechenumsatzes, niedriger als bei dezentraler Produktion dank Produktivitaetsgewinnen je Garstelle.

Anwendbarer Tarifvertrag: in Frankreich der Tarifvertrag der Gemeinschaftsverpflegung (IDCC 1266) im oeffentlichen Segment, der HCR-Tarifvertrag (IDCC 1979) im gewerblichen Segment. Die Fuehrungsstellung gilt ab Produktionschef.

Hauptvorteile
Stufe 1 500 Mahlzeiten pro Tag - typische Belegschaft: 1 Produktionschef, 2 bis 3 Beikoeche, 1 Lagerist-Allotment-Mitarbeiter (kombiniert), 1 Fahrer, 1 anteilig zwischen Standorten geteilter Qualitaetsbeauftragter. Insgesamt etwa 5 bis 7 VZAE. Investition Equipment 400 000 bis 700 000 Euro. Mindestflaeche 250 bis 350 qm.
Stufe 5 000 Mahlzeiten pro Tag - typische Belegschaft: 1 Direktor, 1 Produktionschef plus 1 Souschef, 6 bis 8 Beikoeche, 2 Verpackungsmitarbeiter, 1 Lagerist, 2 bis 3 Allotment-Mitarbeiter, 2 Fahrer, 1 Qualitaets- und HACCP-Beauftragter in Vollzeit. Insgesamt etwa 14 bis 18 VZAE. Investition 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Flaeche 700 bis 1000 qm.
Stufe 15 000 Mahlzeiten pro Tag - typische Belegschaft: 1 Direktor, 1 Produktionsdirektor plus Stationschefs (warm, kalt, Patisserie), 20 bis 30 Beikoeche, 5 bis 8 Verpackungs- und Allotment-Mitarbeiter, 4 bis 6 Fahrer, Qualitaets- und HACCP-Team von 2 bis 3 Personen, dedizierter Wartungstechniker. Insgesamt etwa 40 bis 55 VZAE. Investition 4 bis 7 Millionen Euro. Flaeche 1500 bis 2500 qm.
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Hygiene HACCP

Hygiene und HACCP in Zentralkuechen: Spezifika

Eine Zentralkueche buendelt das hygienische Risiko, da eine einzige Charge an mehrere Hundert oder Tausend Endverbraucher geliefert werden kann. Das Lebensmittelsicherheitskonzept ist daher strenger als in einer einzelnen gewerblichen Kueche: verpflichtende abwaertsgerichtete Rueckverfolgbarkeit (Faehigkeit, alle Satelliten zu identifizieren, die eine Charge aus einem bestimmten Rohstofflos erhalten haben), systematische Rueckstellproben, kinetische Temperaturaufzeichnung beim Abkuehlen, periodische mikrobiologische Eigenkontrollen.

Leitprinzip der Anlagengestaltung ist der vorwaertsgerichtete Fluss in Zeit und Raum: Waren bewegen sich nie rueckwaerts und unreine Bereiche (Annahme, Auspacken, Schaelen) sind physisch von reinen Bereichen (Produktion, Verpackung, Versand) getrennt. Diese Vorgabe bestimmt schon den Architekturentwurf und entscheidet ueber die Erteilung der Zulassung.

Hauptvorteile
Verpflichtende Rueckstellproben - 100 g je servierter Zubereitung, mindestens 5 Tage bei 0 bis 3 Grad gelagert, etikettiert (Datum, Gericht, Charge). Bei Verdacht auf eine lebensmittelbedingte Kollektivinfektion werden diese Proben von den Behoerden entnommen und analysiert. Pflicht in Zentralkuechen, die Dritte beliefern - nicht ersetzbar.
Schockkuehlung Cook-and-Chill - vorgeschriebener Uebergang von 63 auf 10 Grad in unter 2 Stunden. Kerntemperaturmessung alle 30 Minuten. Jede Abweichung fuehrt zur Vernichtung der Charge. Der Schnellabkuehler muss auf die Spitzencharge ausgelegt sein, nicht auf den Durchschnitt - Unterdimensionierung ist die haeufigste HACCP-Abweichung.
Abwaertsgerichtete Rueckverfolgbarkeit - bei einem Lieferantenrueckruf (Listeria, Salmonella, nicht deklariertes Allergen) muss in unter 4 Stunden festgestellt werden, welche Satelliten die Charge erhalten haben, mit Lieferdatum und Mengen. Ohne IT-System ist das ab 5 Satelliten nicht mehr leistbar - daher reichen Tabellenkalkulationen in einer Zentralkueche nicht mehr aus.
Allergene und Kreuzkontamination - das Risiko ist in einer CK erhoeht, weil dasselbe Equipment (Kessel, Pfanne, Tray-Sealer) im Tagesverlauf mehrere Zubereitungen abwickelt. Spezifischer Allergen-Reinigungsplan, Sequenzierung der Produktionen vom geringsten zum hoechsten Allergengehalt, Validierung durch periodische Swab-Tests. Die LMIV-Konformitaet muss chargenweise nachweisbar sein.
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Allotment

Allotment und Satellitenlogistik

Allotment bedeutet, fuer jeden Satelliten das exakte Paket entsprechend seiner Bestellung zu konfektionieren: Anzahl Portionen je Gericht, Sonderkostformen (glutenfrei, schweinefleischfrei, puerriert), unterschiedliche Verzehrdaten zur Logistikoptimierung. Es ist die informationsdichteste Operation einer Zentralkueche und am stoeranfaelligsten, wenn sie manuell erfolgt.

Routenoptimierung: das HACCP-Lieferfenster betraegt typischerweise 4 bis 6 Stunden (Abfahrt CK 5 Uhr, Ankunft am letzten Satelliten vor 11 Uhr fuer das Mittagessen). Darueber hinaus ist die Kuehlkette nicht mehr garantiert. Die Planung muss geografische Bedingungen, Kuehlfahrzeugkapazitaet und Empfangsfenster der Satelliten gleichzeitig loesen.

Hauptvorteile
Schaletteerung - jede Einzel- oder Mehrportionsverpackung muss tragen: Zielsatellit, Bezeichnung des Gerichts, Zutatenliste in absteigender Reihenfolge bei Bedarf (vorverpackte Lieferung), die 14 Allergene fett oder in Grossbuchstaben, Mindesthaltbarkeit, Lagertemperatur, Chargennummer, Regenerierungshinweise. Manuelle Erstellung ist nicht skalierbar - ERP-Automatisierung ist unverzichtbar.
Operative abwaertsgerichtete Rueckverfolgbarkeit - jedes Etikett traegt eine Chargennummer, die auf das Rezept verweist, von dort auf die Zutaten und auf die Lieferantenscheine. Bei Rohstoffrueckruf liefert das ERP in unter einer Minute die Liste der Satelliten mit dem Endprodukt der betroffenen Charge.
Touren und Zeitfenster - Buendelung der Satelliten in geografische Schleifen von 80 bis 150 km, Beruecksichtigung der Anlieferfenster jedes Satelliten, signierte Temperaturkontrollen je Halt, Behandlung von Anlieferanomalien (Fehlmengen, Bruch, Annahmeverweigerung wegen nicht konformer Temperatur) mit Erstellung von Gutschriften.
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ROI-Berechnung

ROI Zentralkueche vs. dezentrale Produktion

Vergleichsannahmen: Gruppe mit 10 Standorten zu je 200 Couverts pro Tag, 250 Oeffnungstage, insgesamt 500 000 Couverts pro Jahr. Durchschnittsticket 12 Euro netto, Kuechenumsatz 6 Millionen Euro netto.

Dezentral: Wareneinsatz 32 Prozent (1,92 Mio. Euro), Lohnsumme Kueche 22 Prozent (1,32 Mio. Euro), Verluste 4 Prozent (0,24 Mio. Euro). Direktkosten gesamt 3,48 Mio. Euro. Zentral: Wareneinsatz 28 Prozent dank Einkaufsmacht (1,68 Mio. Euro), Lohnsumme Kueche 16 Prozent dank Produktivitaet (0,96 Mio. Euro), Verluste 2 Prozent (0,12 Mio. Euro), zusaetzliche Logistik 3 Prozent (0,18 Mio. Euro), Abschreibung Equipment und Gebaeude 4 Prozent ueber 7 Jahre (0,24 Mio. Euro). Direktkosten gesamt 3,18 Mio. Euro.

Hauptvorteile
Typische jaehrliche Einsparung 7 bis 12 Prozent des Kuechenumsatzes - im Beispiel rund 0,30 Mio. Euro pro Jahr, also 5 Prozent des Umsatzes. Die Bandbreite haengt von der Geografie (kurzer Lieferradius gleich hoehere Einsparung), dem Kuechentyp (einfach gleich leichtere Gewinne als Gastronomie) und der Qualitaet der Software-Steuerung ab.
Indikative Break-Even-Schwelle - rund 1 500 Mahlzeiten pro Tag fuer eine eigenstaendige Zentralkueche, sinkend auf 800 Mahlzeiten pro Tag bei Integration in ein Multi-CK-Netzwerk mit gepoolter Logistik und Beschaffung. Darunter bleibt dezentrale Produktion bei reinem Direktkostenvergleich rentabler.
Investitions-Payback - 3 bis 5 Jahre bei Ketten ab 10 Standorten unter vorsichtigen Annahmen (Wareneinsatz minus 3 Punkte, Lohnsumme minus 5 Punkte). Ab 20 Standorten faellt der Payback haeufig unter 3 Jahre. Effekt auf wahrgenommene Qualitaet (Konsistenz ueber Standorte) und HR-Einfachheit (Kuechenausbildung an wenigen Standorten konzentriert) mitberuecksichtigen.
ROI-Rechner Zentralkueche
ERP-Software

Software-Integration einer Zentralkueche

Eine Zentralkueche kann nicht auf einem generalistischen ERP wie SAP betrieben werden: die Granularitaet der Rezeptur fehlt, die native Verarbeitung der 14 Allergene fehlt, fuer das satellitenbezogene Allotment gibt es keinen Branchenequivalent, die Anbindung an Kassen oder operative Tools ist begrenzt. Eine moderne CK setzt auf ein gastronomiespezialisiertes Multi-Site-ERP, integriert mit einem HACCP-Managementsystem und einem Logistikplanungstool.

Im Lastenheft zu pruefende Pflichtmodule: industrielle Rezepturen (mehrportion, mehrrezept, Unterrezepte), Produktionsplanung (Kopplung Satellitenbestellungen mit Bestaenden und Garkapazitaeten), Allotment (Paketzusammenstellung je Satellit mit automatischen LMIV-Etiketten), zentrale Mehrzonen-Bestandsfuehrung, Aufwaerts- und Abwaertsverfolgbarkeit, Wareneinsatz- und COGS-Auswertung je Satellit, Anbindung an Kassen und Lieferplattformen.

Hauptvorteile
Industrielle Rezepturen in Melba - automatische Wareneinsatzberechnung je Portion, Allergen-Propagation aus Lieferantenmerkblaettern, Unterrezeptverwaltung (eine Saucenbasis in 30 Gerichten - eine Rohstoffaenderung aktualisiert 30 Rezepturen automatisch), Versionierung und Chefsfreigabe.
Mehrtaegige Produktionsplanung - Aggregation der Bestellprognosen aller Satelliten, Abzug verfuegbarer Bestaende, Berechnung des Rohstoffbedarfs, Erstellung stationsbezogener Produktionsblaetter (warm, kalt, Patisserie), Echtzeit-Ueberwachung von Temperaturen und Anomalien.
Allotment und LMIV-Etikettierung - automatische Erstellung LMIV-konformer Schaletten-Etiketten (Allergene fett, Mindesthaltbarkeit, Charge, Zielsatellit), Druck der Lieferscheine je Tour, Erfassung der Temperaturkontrollen bei Abfahrt und Anlieferung.
Abwaertsgerichtete Rueckverfolgbarkeit in unter einer Minute - bei Lieferantenrueckruf Identifikation jedes Satelliten mit Endprodukt aus der betroffenen Charge, Druck der Rueckholscheine, Kundenkommunikation. Standardmodul, IFS- und BRC-auditfaehig.
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Fehler und Rollout

Haeufige Fehler und 10-Schritte-Rollout

Sieben Fehler verursachen die meisten Misserfolge in Zentralkueche-Projekten: unterdimensionierte Schnellabkuehler (haeufigste HACCP-Abweichung), Zentralisierung ohne Investition in Kuehllogistik, manuelle LMIV-Etikettierung, Bruch des vorwaertsgerichteten Flusses bei der Planung, Unterschaetzung der Fahrerkosten, Allotment ueber Tabellenkalkulationen, fehlende Abwaertsverfolgbarkeit im Rueckruffall.

10-Schritte-Projektsequenz: Machbarkeitsstudie, Businessplan und ROI, Dimensionierung (Zielvolumen, Flaeche, Equipment), Standortwahl, Architekturplanung mit Konformitaet zum vorwaertsgerichteten Fluss, Antrag auf Zulassung, Einstellung von Produktionschef und HACCP-Beauftragtem, Equipment-Aufbau und Probebetrieb, ERP-Rollout und Integrationen, schrittweiser Hochlauf Standort fuer Standort ueber 3 bis 6 Monate.

Hauptvorteile
Fehler 1 - Unterdimensionierung des Schnellabkuehlers. Bei 1500 Mahlzeiten pro Tag mindestens 250 bis 350 kg Schockfrosterkapazitaet plus Backup einplanen. Regel: die groesste Tagescharge in unter 2 Stunden ohne Engpass abkuehlen.
Fehler 2 - Zentralisierung ohne Investition in Kuehllogistik. Eine CK ohne dedizierte Kuehlflotte, ohne Temperaturaufzeichnung im Transport und ohne Anomalie-Verfahren bei Anlieferung verspielt den Qualitaetsvorteil und setzt sich hygienischen Risiken aus.
Fehler 3 - manuelle LMIV-Etikettierung. Ein Allergenfehler bedeutet Pflichtrueckruf, behoerdliche Geldbusse und strafrechtliches Risiko bei einem Vorfall. ERP-Automatisierung ab Tag eins, niemals als Phase zwei.
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FAQ

Haeufige Fragen

Was ist eine Zentralkueche?

Eine Zentralkueche ist ein gastronomischer Produktionsbetrieb, in dem Mahlzeiten zubereitet werden, die nicht vor Ort verzehrt, sondern an Ausgabestellen, sogenannte Satelliten, geliefert werden. Definition aus der franzoesischen Verordnung vom 21. Dezember 2009 und Artikel R. 233-4 des Code Rural. Die Qualifikationsschwelle ist organisatorisch: Sobald eine Kueche fuer mindestens einen weiteren Standort produziert, gilt sie als Zentralkueche und benoetigt bei Lieferung an Dritte eine Zulassung.

Was ist der Unterschied zwischen Zentralkueche und Satellitenkueche?

Die Zentralkueche produziert, verpackt und versendet - sie buendelt Einkauf, Fachkompetenzen und regulatorische Verantwortung. Die Satellitenkueche empfaengt die Waren (haeufig im Cook-and-Chill-Verfahren), regeneriert sie und serviert dem Endverbraucher. Der Satellit produziert nicht, ausser im Hybridmodell mit a la minute-Finalisierung, und die Belegschaft ist kleiner und auf Service ausgerichtet.

Welche Mindestschwelle qualifiziert als Zentralkueche?

Regulatorisch existiert keine Mengenschwelle, sondern eine organisatorische. Sobald eine Kueche fuer mindestens einen weiteren Standort produziert, gilt sie als Zentralkueche und benoetigt bei Lieferung an Dritte eine Zulassung (EU-Zulassungsnummer). Die wirtschaftliche Break-Even-Schwelle liegt um 1 500 Mahlzeiten pro Tag.

Cook-and-Chill oder Cook-and-Hold fuer eine Zentralkueche?

Cook-and-Hold: Verzehr in unter 2 Stunden mit Halten ueber 63 Grad - selten. Cook-and-Chill: Schnellabkuehlung auf 10 Grad in unter 2 Stunden, Lagerung bei 0 bis 3 Grad fuer 3 bis 5 Tage, Regenerierung ueber 63 Grad im Satelliten. Cook-and-Chill dominiert aus logistischen und HACCP-Gruenden - es entkoppelt Produktion und Service.

Was kostet die Einrichtung einer Zentralkueche?

Bauinvestition 800 bis 2 500 Euro pro Quadratmeter je nach Equipment, profitable Mindestkapazitaet bei rund 1 500 bis 2 000 Mahlzeiten pro Tag, typischer ROI 3 bis 5 Jahre fuer Ketten ab 10 Standorten gegenueber dezentraler Produktion. Richtwert: 5 000 Mahlzeiten pro Tag erfordern rund 700 bis 1000 qm und 1,5 bis 2,5 Mio. Euro Equipmentinvestition.

Welche Software steuert eine Zentralkueche?

Ein gastronomiespezialisiertes Multi-Site-ERP fuer industrielle Rezepturen, Allotment, abwaertsgerichtete Rueckverfolgbarkeit je Satellit, Temperaturprotokolle, zentrale Bestandsfuehrung und Produktionsplanung. Ein generalistisches ERP wie SAP bietet die noetige Branchengranularitaet nicht. Melba deckt diesen Umfang nativ ab.

Welche Vorschriften gelten fuer eine Zentralkueche?

Artikel R. 233-4 des franzoesischen Code Rural und die Verordnung vom 21. Dezember 2009 (franzoesische Definition). EU-Hygiene-Paket: Verordnungen EG 178/2002, EG 852/2004 und EG 853/2004. Lebensmittelsicherheitskonzept auf Basis der 7 HACCP-Grundsaetze. LMIV-Konformitaet (EU 1169/2011) bei der Allergenkennzeichnung. Zulassung Pflicht bei Lieferung an Dritte - in Frankreich erteilt durch DDPP, in Deutschland durch das jeweilige Veterinaeramt.

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